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Wettbewerb Haus der Statistik, Berlin

Planungszeit

Februar  – Juli 2018

Ausloben

BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin

Projektbeschreibung

Das Gebäudeensemble soll in seiner architektonischen Großform und architektonischer Anmutung erhalten und mit innovativen Maßnahmen ertüchtigt werden. Die „Leise Typografie“ verweist etwas spielerisch aber dezent auf die Geschichte des Statistischen Amtes und dient zur Orientierung der Zugänge, sowie verweist sie auf die neu geschaffene „Durchwegung“ zu den rückseitigen Freibereichen und angrenzenden Grünräume bzw. Wohngebiete. Durch die neu entwickelten Fassadenelemente aus Textilbeton unter Bezugnahme auf die bestehende Konstruktion bleibt das äußere Erscheinungsbild weitestgehend erhalten und der ursprüngliche Ausdruck der Gebäudestruktur mit seiner horizontalen Gliederung wird bewahrt. Das Tragwerk- und die Ausbauraster werden in der Regel aufgenommen und wo möglich weiter verfeinert. Die Materialität wird durch die neuen, hinterlüfteten Textilbeton-Fassadenelemente mit den Holzfenstern zeitgemäß interpretiert. Die Kombination natürlicher Materialien wie Beton und Holz erzeugen sowohl nach außen zum „Stadtraum“ wie auch nach innen eine dem jeweiligen Ort angemessene Atmosphäre. Durch das leichte „Vorrücken“ der Fassadenelemente wird zusätzliche Nutzfläche generiert. Das äußere Erscheinungsbild bleibt bewahrt.

Im Erdgeschoss werden attraktive und flexible Mietflächen angeboten und können auch partiell für öffentliche Nutzungen zur Verfügung gestellt werden. Mehrere Durchwegungen im Erdgeschoss ermöglichen die Verbindung vom Straßenraum zu den rückseitigen Freiflächen, Erholungsräumen und angrenzenden Stadtquartieren. Die großzügigen und üppigen Dachbegrünungen der neu geschaffenen Erweiterungsbauten bieten zusätzlichen atmosphärischen Erholungsraum und schaffen gleichzeitig für die darüberliegenden Bürogeschosse eine angenehme und qualitätsvolle Aufsicht.

Die „behutsamen Ergänzungsbauten“ mit hoher Aufenthaltsqualität, in leichter Stahlkonstruktion erhöhen den Mehraufwand nur geringfügig, so dass die Maßnahme aufgrund der Nachhaltigkeit im ersten Realisierungsschritt erstellt werden sollte. Die Wiedererkennbarkeit wird durch ein neues zusammenhängendes über die gesamte Gebäudestruktur verlaufendes „Kulturgeschoss“ geschaffen („Lightcut“). Das „inszenierte 8. Obergeschoss bietet flexibel bespielbare Innenräume für Ausstellungen, Workshops, Schulungen oder einer „SkyBar“. Die zurückgesetzte raumhohe Verglasung erzeugt einen größtmöglichen Ein- und Ausblick. Ein raumhohes Edelstahlgewebe dient als Absturzsicherung und öffnet das Kulturgeschoss zu allen Seiten der Stadt. Der außenliegende, raumhohe Sonnenschutz unterstützt die absolut flexible Raumnutzung. Ziel der modularen Sanierungsmaßnahme ist die Optimierung der Aufenthaltsqualität bei gleichzeitiger Minimierung des Aufwandes in Bau und Betrieb des Gebäudes. Dies wird erreicht durch einen geringen Technisierungsgrad (low-tech), die intelligente Nutzung von passiven Maßnahmen, ergänzt durch innovative Fassadenkomponenten. 

Zeichnungen

Modell

Details

Dokumentation

Beteiligte

Tragwerksplanung

Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann
Engelsmann Peters GmbH, Stuttgart

Bauphysik

Prof. Dipl.-Ing. Matthias Rudolf
Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart

Brandschutz

Dipl.-Ing. Andreas Flock
Brandkontrolle Andreas Flock GmbH, Berlin

Kommunikationsdesign

Studio Tillack Knöll
Sven Tillack und Steffen Knöll, Stuttgart

Visualisierung

Loom Architektur Visualisierung, Gütersloh

Architekturmodellbau

Michael Lo Chiatto, Stuttgart